Home
Home civilized.de - Deutsche Civilization - Fansite
Barry Caudill
Barry Caudill
Produzent, Firaxis Games
Civilization IV - Spielelemente
Gesellschaftsformen und Einheiten-Befrderungen
Freie bersetzung der Originaltexte von Shacknews und WorthPlaying
Gesellschaftsformen
Die Wahl der Regierungsform ist seit der ersten Civilization-Fassung ein elementarer Teil des Programms. In Civ IV hat unser Entwicklungsteam dieses Merkmal deutlich ausgebaut, wodurch Spieler wesentlich mehr Wahlmglichkeiten fr interessante Entscheidungen und unterschiedliche Strategien bekommen. Im neuen System der Gesellschaftsformen ist es noch besser mglich, die Regierung [und Gesellschaft] der aktuellen Spielsituation und dem individuellen Spielstil anzupassen.
Wird im Programm die bersichtsseite mit den verfgbaren Gesellschaftsformen erstmals geffnet, erscheinen 25 Optionen, die in 5 Kategorien unterteilt sind: Regierung, Recht, Arbeit, Wirtschaft und Religion. Zu Spielbeginn [4000 v.Chr.] ist man in allen Kategorien auf die jeweils einfachste Mglichkeit beschrnkt, was gleichbedeutend ist mit einem despotischen, barbarischen, dezentralem und heidnischen Stammessystem [Regierung, Recht, Wirtschaft, Religion, Arbeitsorganisation]. Im Laufe der Zeit werden mit der Erforschung neuer Technologien weitere Gesellschaftsformen verfgbar.
Der Wechsel zu einer neuen Gesellschaftsform hat dramatische Auswirkungen auf den Charakter und die Produktivitt einer Zivilisation. ber die jeweilige Gesellschaftsform lassen sich viele Faktoren beeinflussen, angefangen von der nationalen Produktivitt und den staatlichen Einnahmen, ber die Volkszufriedenheit und die Verbreitung von Religionen, bis hin zum den Eigenschaften und Kosten eines groes stehenden Heeres.
Natrlich ist das Programm nicht so simpel angelegt, dass die hher eingruppierten Gesellschaftsformen auch immer die Besten sind. Die richtige Wahl bedeutet eine schwere Entscheidung. Die gegenwrtigen politischen Umstnde knnen es unmglich machen, einige der hheren Wahlmglichkeiten zu verwenden. Auerdem sind anspruchsvollere Gesellschaftsformen nicht umsonst zu haben und belasten den Staatshaushalt, so dass selbst eine groartige Regierungsform [zur falschen Zeit] das Land zum Armenhaus machen kann. Die gute Neuigkeit fr alle Staatsoberhupter ist, dass die Folgen der Wahlmglichkeiten angezeigt werden, so dass sich eine Vorstellung von Kosten und Nutzen einer gesellschaftlichen nderung gewinnen lsst, bevor die Revolution ausgerufen wird.
Die Wahl liegt bei Euch. Wollt Ihr als [barbarischer] Despot herrschen oder als [gttlich legitimierter] Monarch? Lsst sich Euer Volk besser ber demokratische Wahlen [Gewaltenteilung] oder ber eine Theokratie [Gottesstaat] regieren? Entscheidet Ihr Euch fr einen freien Markt oder fr staatliche Kontrolle? Trefft die bestmglichen Entscheidungen und fhrt Euer Volk auf dem richtigen Weg durch die Geschichte!
Einheiten-Befrderungen
In Civ III erfolgten Einheitenbefrderungen auf drei Ebenen, beginnend von Rekruten ber Veteranen bis hin zu Eliteeinheiten. Jede Befrderungsstufe brachte einen Strkepunkt und einen kleinen Kampfbonus. Fr Civ IV beschlossen wir, dieses System zu erweitern und Befrderungen komplexer und individueller whlbar zu machen. So ist es den Spielern nun mglich, aus ber 20 verschiedenen Befrderungsarten zu whlen, von denen einige mehrere Ebenen umfassen, so dass es letztlich ber 40 verfgbare Befrderungsstufen gibt. Die Anzahl und Arten der verfgbaren Boni unterscheiden sich dabei je nach Art einer Einheit, und nur Land- und See-Einheiten knnen diese erwerben (Luft-Enheiten werden anders behandelt).
Hier eine Beschreibung des Funktionsprinzips: Fr eine Befrderung sind jeweils eine bestimmte Anzahl Erfahrungspunkte (XP, Experience Points) zu erlangen. Das kann auf verschiedene Arten geschehen. Der Hauptweg hierfr sind erfolgreiche Gefechte, wobei es mehr Erfahrungspunkte fr einen erfolgreichen Angriff gibt als fr eine erfolgreiche Verteidigung. Erfahrungspunkte gibt es allerdings nur fr direkte und abgeschlossene Einheitengefechte, also nicht fr Bombardments von Befestigungen und auch nicht, falls sich eine Einheit zurckzieht. Einheiten erhalten Erfahrungspunkte auch ber eine entsprechende Ausbildung in einer Kaserne (Land-Einheiten), einer Fertigstellung in einem Trockendock (See-Einheiten) oder durch Hilfe von Eingeborenen (goody hut). Auerdem knnen einige Wunderbauwerke, Gesellschaftsformen sowie Eigenschaften von Staatsoberhuptern zustzliche Erfahrungspunkte oder sogar bestimmte Befrderungen ergeben. Wie blich, wird die jeweils erste Befrderung recht schnell verfgbar, whrend jede weitere Befrderung mehr Erfahrungspunkte erfordert.
Wie oben gesagt, werden verschiedene Befrderungsarten angeboten. Einige sind einfach, wie "Nahkampf" (5 Stufen), woraus fnf Strkestufen und am oberen Ende auch einige zustzliche Genesungspunkte resultieren. Die Befrderungsarten "Sturmtruppe" bzw. "Stdteverteidigung" geben einer Einheit einen zustzlichen Bonus, wenn sie die entsprechende Rolle in einem Gefecht bernimmt. Andere Befrderungsarten geben einen Bonus gegen jeweils bestimme Einheiten, z.B. gibt "Deckung" einen Bonus gegen Bogenschtzen, "Formation" eine Bonus gegen berittene Einheiten und "Schock" einen Bonus gegen Nahkampfeinheiten. Einige Befrderungsarten geben einen Bonus in Abhngigkeit vom Terrain, auf welchem ein Gefecht stattfindet. Wenn also beispielsweise viele Wlder oder Dschungel vorhanden sind, knnte es sinnvoll sein, als Befrderungsstufe "Waldlufer" zu whlen; oder "Guerilla", falls es sich beim Terrain um viele Hgel handelt.
Alles in allem bietet das neue Befrderungssystem in Civ IV eine Unmenge interessanter neuer Entscheidungen, ausgezeichnete Anpassungsmglichkeiten und eine zustzliche Strategieebene. So definieren wir Spa bei Firaxis Games.

<< Spielelemente Teil 1 - Ende des Artikels - weitere Berichte

topback to top Sid Meier's Civilization
© Take2 Games & Firaxis Games
All other trademarks belong to their respective owners.
© 2002-2016 team civilized.de